Schweizerische Interessengemeinschaft
Phenylketonurie und andere
mit Eiweisseinschränkungen
behandelte Stoffwechselstörungen

das Leitbild

1 Definition

Unter dem Namen CHIP (Schweizerische Interessengemeinschaft für Phenylketonurie und andere mit Eiweisseinschränkung behandelte Stoffwechselstörungen) besteht eine gemeinnützige Interessengemeinschaft, die im Sinne von Art. 60-79 ZGB parteipolitisch, konfessionell und wirtschaftlich neutral ist.

2 Grundsätze

Betroffene sind Expertinnen und Experten für ihre Einschränkungen; ihre direkte Mitwirkung und Mitbestimmung soll für alle ihre wichtigen Fragen unabdingbar sein.

3 Ziele und Aufgaben

  • Schaffung optimaler Rahmenbedingungen, die für ein selbständiges Leben Betroffener unerlässlich sind.
  • Klare Deklarationen von sämtlichen Lebensmittel, welche auf dem Markt verfügbar sind, anzustreben.
  • Aktive Informations- und Medienarbeit
  • Mittels verschiedenster Veranstaltungen und Anlässe, wie z.B. Kinderlager, Kochkurse, Themenseminare etc., sollen eigene Erfahrungen sowie der Bezug der Stoffwechselstörung unter den Angesprochenen ausgetauscht, verbessert und übernommen werden
  • Für Gesetze kämpfen, welche die Lebensqualität der Betroffenen und deren Angehörigen verbessern.
  • Stärkung der Stellung der Betroffenen und ihrer Organisationen in der Gesellschaft durch Koordination, Kooperation und Informationsaustausch.
  • Förderung der Kompetenz der Betroffenen.

4 Tätigkeitsgebiete

Zweck der Interessengemeinschaft ist die Förderung sämtlicher Massnahmen, die zur Verbesserung der Lebenssituation und der -qualität der betroffenen Personen und deren Angehörigen beitragen.

Insbesondere strebt die Interessengemeinschaft an:

  • Kontaktpflege und Anregungen zum Erfahrungsaustausch zwischen Betroffenen, Eltern und Interessierten
  • Beratung der Betroffenen, Eltern und Interessierten
  • Informationen der Betroffenen, Eltern und Interessierten über Neuerungen im Bereich der Lebensmittel, des Versicherungswesens sowie auf medizinischem Gebiet
  • Kontaktnahme zu nationalen und internationalen medizinischen und anderen Organisationen, die eine ähnliche Zielsetzung haben
  • Kontaktnahme mit Lebensmittel-Herstellerfirmen mit dem Ziel, Produkte ausführlicher und genauer zu bezeichnen
  • Aufklärung der Öffentlichkeit über die angeborene Stoffwechselstörung PKU, die entsprechende Diät sowie über die Behandlungschancen und deren Erfolge
  • Informationen und Aufklärung der Behörden, Fachleute, Krankenkassen, IV und anderer Versicherungen über die Schwierigkeiten und Kosten im Umgang mit betroffenen Personen
  • Erleichterung schaffen bei der Einführung von ausländischen Diätprodukten
  • Verständnis wecken und fördern im Sinne von Erholungsmöglichkeiten und -aufenthalten mit gezielter eiweissarmer Diät

5 Organe der Interessengemeinschaft

Neben dem obersten Organ, der Generalversammlung, wirken der Vorstand sowie die Rechnungsrevisoren in der Interessengemeinschaft mit.

Eine detaillierte Übersicht ist dem separaten Organigramm der CHIP zu entnehmen.

6 Zusammenarbeit

Zwischen den Behandlungszentren, den Ärzten, den Ernährungsberater/Innen und den Sozialarbeiter/Innen der Schweiz und der CHIP besteht eine enge Zusammenarbeit.

6.1 Oase - Beratungs- und Informationsstelle

Die Oase, eine Beratungs- und Informationsstelle für PKU und andere mit Eiweisseinschränkungen behandelte Stoffwechselstörungen, ist Bindeglied zwischen:

  • Mitglieder der CHIP
  • PKU-Selbstbetroffenen aller Altersstufen
  • Eltern, Angehörigen und Bekannten aller PKU-Betroffenen
  • Lehr- und andere Betreuungspersonen
Des Weiteren ist die Oase Informationsstelle für Daten betreffend:
  • Lebensmitteln
  • Eiweiss- und Phe-Gehalt
  • bei Diät- und Essproblemen
  • Tipps und Tricks bei Essenszubereitungen
  • und hilft auch die von Spitälern erstellten Diätpläne praktisch umzusetzen
Durch die Oase werden verschiedenste Veranstaltungen für Jugendliche und Erwachsene organisiert und durchgeführt. Es werden vorwiegend Themen im Zusammenhang mit den Einschränkungen im Alltag sowie der maternalen PKU behandelt und eingehend besprochen.

6.2 Partnerorganisationen

Mit den nachfolgend aufgeführten Organisationen für PKU pflegt die CHIP eine offene und kooperative Zusammenarbeit:

  • APEP
  • DIG-PKU
  • OEGAST
  • E.S.PKU

7 Finanzen

Den Finanzbedarf deckt die CHIP durch Mitgliederbeiträge, Werbung von Lebensmittellieferanten im eigenen Informationsblatt "Phe-Tipp" sowie durch Spenden.

Die CHIP gewährleistet einen wirtschaftlich effizienten und transparenten Umgang mit ihren finanziellen Mitteln.

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